SECRET VOICE – Ein Mädchentraum wird wahr

Dózsa Erika (vormals Erika Nagy)

EIN MÄDCHENTRAUM WIRD WAR

 Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich als kleines Mädchen, die Klamotten meiner Mutter anzog und mit ihrer Spraydose in der Hand mich vor den Spiegel stellte, die Musik  ganz laut aufdrehte und sang, sang, sang…

 Da ich aber so ohne “Publikum” die ganze Sache nicht so toll fand, öffnete ich alle Fenster, sodass mich die ganze Nachbarschaft hören bekam. Lustig war auch dass  mich meine Mutter schon von Weitem hörte, wenn sie von die Arbeit kam und schon genau  wusste was ich wieder trieb.

 Meine Mutter hat früh genug mein Interesse an Musik & Singen bemerkt und mein Talent erkannt und Sie sagte oft dass ich die Musik im Blut habe wie mein Vater, der viele Jahre Musiker war. Meine Mutter sang nicht nur  sehr gut, sondern auch sehr gerne. Ich weiß und versteh bis  heute noch nicht, warum sie nie mehr daraus machte, denn das Talent hatte sie und auch einen Musiker an ihrer Seite.

Eines Tages kam meine Mutter mit einem billigen Kassettenrecorder nach Hause. Ich kann euch sagen, meine Freude war nicht zu    beschreiben. Ich habe auf die “Marke” JUMBO kein bisschen Wert gelegt, es war für mich    unwichtig, Hauptsache er funktionierte. Es war also vorbei mit dem guten alten Radio. Jetzt habe ich nur noch die Stücke, die mir am besten  gefallen haben aufgenommen und diese 1000 Mal angehört. Die Texte begann ich phonetisch (bei englischen Titeln) aufzuschreiben, um ein Lied nach dem anderen einstudieren zu können.

 Als Teenager gab es kaum ein Lokal mit Live-Musik in meiner Stadt und in der  Umgebung, die ich nicht gekannt habe und wo ich nicht Stammgast war. Ebenso fand kaum eine Veranstaltung mit Live-Musik oder ein Konzert  ohne mich statt. Die Musiker  – klar kannte ich alle -  haben mich gleich in ihre Herzen   geschlossen. Ich war für sie, der beste Zuhörer, der größte Fan und das beste Publikum. Sie nannten mich “die kleine DIVA“. Einige dieser Musiker halfen mir später bei meinen “Ersten Schritte”. Von da an  probte und sang ich mit ihnen regelmäßig.

 Wie es weiterging…

In der Schule habe ich im Chor gesungen und war die Lauteste von allen. Meine kräftige Stimme konnte man immer und deutlich hören. Dann nahm ich auf dem jährlichen Gesangwettbewerb der Schule teil. Eigentlich war ich schon in Richtung Ausgang unterwegs als die Jury mit der Auszeichnung für den dritten Platz begann und dieser nicht  mir gehörte. Ich hörte noch irgendwo im Hintergrund, wer der 2. Rang erreichte, doch mein Name war auch dieses Mal nicht zu hören. Als sie dann  zum “1. Platz” kamen und ich glaubte meinen Name zu hören (ich war mir aber nicht sicher), hatte ich   es plötzlich nicht mehr so eilig. Schließlich sagten mir meine Freunde, dass ich die Siegerin sei. Jetzt war ich mir sicher und ich musste von der Tür bis zu Jury rennen um meinen Preis entgegenzunehmen.

 Nicht so gerne erinnere ich mich aber an den größten, landesweiten ungarischen    Talentwettbewerb namens “Ki mit tud?” der MTV (Magyar Televízió – Ungarisches Fernsehen), welche in meiner Heimat in Ungarn nur jedes 5. Jahr stattfindet und woran ich im Jahr 1996 teilnahm.  Ich war die einzige, die einen italienischen Song “Gli  uomini non cambiano” (Die Männer ändern sich nie) von Mia Martini sang. Ich schaffte es nach mehreren Vorentscheidungen bis der Vorentscheidung der Fernsehen und zählte somit zu den Besten des Landes. Doch ich wurde auch mit den Schattenseiten dieses grandiosen “Geschäftes” konfrontiert. Davon hatte ich vorher nur gelesen und gehört. Wenn ich nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, wie die ganze Sache so abläuft, würde ich es  nicht glauben. Heute tut es mir leid, dass ich nicht lieber zur Lottoziehung-Show (diese war leider am gleichen Tag) gegangen bin, denn ich hatte von  der „Szerencsejáték RT“ (Ungarische Lotterien) wegen meines Erfolges bei den Bezirks- und Bundesvorentscheidungen  als Ehrengast eine Einladung bekommen.

…the happy end (?!)…

Dort hätte ich mein “Ki mit tud?” Lied singen sollen und eine Glücksnummer ziehen dürfen (wenigstens hätte ich vielleicht jemanden Glück gebracht).  Es war natürlich alles live im TV und landesweit ausgestrahlt.   Dieser Auftritt hätte mich auf  jeden Fall weiter gebracht, da bin ich mir sicher.   

Eine Frage die mir als kleines Mädchen immer wieder gestellt wurde, “was möchtest du werden, wenn du groß (in meine Ehe hieß ich „Nagy“ das heißt auf Deutsch „groß“) bist”? Meine Antwort war natürlich immer die selbe nämlich “SÄNGERIN”. Und das  bin  ich nun seit 1994.  Mit 20 Jahren schaffte ich dann mein Hobby zu meinem Beruf zu machen. Mein Langersehnter Kinderwunsch wurde wahr und ist nun kein Traum mehr. 

 Die Frage ist zwar nicht mehr aktuell,  obwohl ich mit einer Körpergröße von 158 cm immer noch ein “kleines” Mädchen bin, aber meine Antwort blieb und bleibt immer gleich:

“SÄNGERIN”. 

 P.S.: Und ob ich auch “groß” herauskommen werde? Ist nun Zukunftsmusik.  ;-)

Das Leben ist “ungeRECHT”, ABER es kann so schön sein.

Mein Favorite -> SECRET VOICE  – “Fly (with me)”

 

 

 

                                

 

 

About diedozsa

EIN MÄDCHENTRAUM WIRD WAR Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich als kleines Mädchen, die Klamotten meiner Mutter anzog und mit ihrer Spraydose in der Hand mich vor den Spiegel stellte, die Musik ganz laut aufdrehte und sang, sang, sang... Da ich aber so ohne "Publikum" die ganze Sache nicht so toll fand, öffnete ich alle Fenster, sodass mich die ganze Nachbarschaft hören bekam. Lustig war auch dass mich meine Mutter schon von Weitem hörte, wenn sie von die Arbeit kam und schon genau wusste was ich wieder trieb. Meine Mutter hat früh genug mein Interesse an Musik & Singen bemerkt und mein Talent erkannt und Sie sagte oft dass ich die Musik im Blut habe wie mein Vater, der viele Jahre Musiker war. Meine Mutter sang nicht nur sehr gut, sondern auch sehr gerne. Ich weiß und versteh bis heute noch nicht, warum sie nie mehr daraus machte, denn das Talent hatte sie und auch einen Musiker an ihrer Seite. Eines Tages kam meine Mutter mit einem billigen Kassettenrecorder nach Hause. Ich kann euch sagen, meine Freude war nicht zu beschreiben. Ich habe auf die "Marke" JUMBO kein bisschen Wert gelegt, es war für mich unwichtig, Hauptsache er funktionierte. Es war also vorbei mit dem guten alten Radio. Jetzt habe ich nur noch die Stücke, die mir am besten gefallen haben aufgenommen und diese 1000 Mal angehört. Die Texte begann ich phonetisch (bei englischen Titeln) aufzuschreiben, um ein Lied nach dem anderen einstudieren zu können. Als Teenager gab es kaum ein Lokal mit Live-Musik in meiner Stadt und in der Umgebung, die ich nicht gekannt habe und wo ich nicht Stammgast war. Ebenso fand kaum eine Veranstaltung mit Live-Musik oder ein Konzert ohne mich statt. Die Musiker - klar kannte ich alle - haben mich gleich in ihre Herzen geschlossen. Ich war für sie, der beste Zuhörer, der größte Fan und das beste Publikum. Sie nannten mich "die kleine DIVA". Einige dieser Musiker halfen mir später bei meinen "Ersten Schritte". Von da an probte und sang ich mit ihnen regelmäßig. Wie es weiterging… In der Schule habe ich im Chor gesungen und war die Lauteste von allen. Meine kräftige Stimme konnte man immer und deutlich hören. Dann nahm ich auf dem jährlichen Gesangwettbewerb der Schule teil. Eigentlich war ich schon in Richtung Ausgang unterwegs als die Jury mit der Auszeichnung für den dritten Platz begann und dieser nicht mir gehörte. Ich hörte noch irgendwo im Hintergrund, wer der 2. Rang erreichte, doch mein Name war auch dieses Mal nicht zu hören. Als sie dann zum "1. Platz" kamen und ich glaubte meinen Name zu hören (ich war mir aber nicht sicher), hatte ich es plötzlich nicht mehr so eilig. Schließlich sagten mir meine Freunde, dass ich die Siegerin sei. Jetzt war ich mir sicher und ich musste von der Tür bis zu Jury rennen um meinen Preis entgegenzunehmen. Nicht so gerne erinnere ich mich aber an den größten, landesweiten ungarischen Talentwettbewerb namens "Ki mit tud?" der MTV (Magyar Televízió - Ungarisches Fernsehen), welche in meiner Heimat in Ungarn nur jedes 5. Jahr stattfindet und woran ich im Jahr 1996 teilnahm. Ich war die einzige, die einen italienischen Song "Gli uomini non cambiano" (Die Männer ändern sich nie) von Mia Martini sang. Ich schaffte es nach mehreren Vorentscheidungen bis der Vorentscheidung der Fernsehen und zählte somit zu den Besten des Landes. Doch ich wurde auch mit den Schattenseiten dieses grandiosen "Geschäftes" konfrontiert. Davon hatte ich vorher nur gelesen und gehört. Wenn ich nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, wie die ganze Sache so abläuft, würde ich es nicht glauben. Heute tut es mir leid, dass ich nicht lieber zur Lottoziehung-Show (diese war leider am gleichen Tag) gegangen bin, denn ich hatte von der „Szerencsejáték RT“ (Ungarische Lotterien) wegen meines Erfolges bei den Bezirks- und Bundesvorentscheidungen als Ehrengast eine Einladung bekommen. … the happy end (?!)... Dort hätte ich mein "Ki mit tud?" Lied singen sollen und eine Glücksnummer ziehen dürfen (wenigstens hätte ich vielleicht jemanden Glück gebracht). Es war natürlich alles live im TV und landesweit ausgestrahlt. Dieser Auftritt hätte mich auf jeden Fall weiter gebracht, da bin ich mir sicher. Eine Frage die mir als kleines Mädchen immer wieder gestellt wurde, "was möchtest du werden, wenn du groß (in meine Ehe hieß ich „Nagy“ das heißt auf Deutsch „groß“) bist"? Meine Antwort war natürlich immer die selbe nämlich "SÄNGERIN". Und das bin ich nun seit 1994. Mit 20 Jahren schaffte ich dann mein Hobby zu meinem Beruf zu machen. Mein Langersehnter Kinderwunsch wurde wahr und ist nun kein Traum mehr. Die Frage ist zwar nicht mehr aktuell, obwohl ich mit einer Körpergröße von 158 cm immer noch ein "kleines" Mädchen bin, aber meine Antwort blieb und bleibt immer gleich: "SÄNGERIN". Und ob ich ABER auch groß herauskommen werde? Ist nun Zukunftsmusik. ;-) Mit musikalischen Grüßem Dózsa Erika (vormals Erika Nagy) D.I.V.A. Different Independent Various Actually
This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Connecting to %s